GERMAN CLASSICS – TUI Grand Prix geht an den Niederländer Gerco Schröder

Hannover – Er habe schon im Umlauf gewusst, dass er zulegen müsse, gestand Gerco Schröder (Niederlande) und behielt dies Prinzip bei. Tempo und möglichst alles ohne Fehler – das brachte dem 27 Jahre alten Berufsreiter den Sieg im TUI Grand Prix in Hannover bei den GERMAN CLASSICS und 30.000 Euro Siegprämie. Das Highlight der vier Turniertage in der Messehalle 9 war mit insgesamt 100.000 Euro dotiert. „Die Pferde sind gut drauf im Moment,“ gab sich Schröder bescheiden. Nur eine Woche zuvor hatte der Jüngste aus dem niederländischen Schröder-Clan die Weltcup-Qualifikation in Oslo gewonnen. In der ausverkauften Messehalle bejubelten die Zuschauer zudem die erfolgreichste Amazone der GERMAN CLASSICS: Christina Liebherr aus der Schweiz wurde mit No Mercy Zweite des TUI Grand Prix und damit sicherte sich die Vize-Europameisterin den Sonderpreis des NDR Regionalmagazins „Hallo Niedersachsen“. Die Fernsehmacher aus dem Landesfunkhaus Niedersachsen küren in jedem Jahr die beste Amazone.
Dritter wurde Otto Becker aus Albersloh mit Dobel`s Cordina, einer Tochter seines Top-Pferdes Dobel`s Cento. Damit verbesserte sich der Mannschafts-Olympiasieger des Jahres 2000 auf den zweiten Gesamtrang in der RIDERS TOUR, die bei den GERMAN CLASSICS ihre siebte von acht Etappen erlebte.
Das Finale der Sprehe Feinkost Youngster Tour entschied zuvor der Pferdewirtschaftsmeister Lutz Gripshöver aus Werne für sich. Mit der acht Jahre alten westfälischen Stute Pontifee gewann der Profi das schwere Springen im Stechen und sicherte sich damit den Platz im Finale der Serie für sieben und acht Jahre alte Springpferde.

Weltcup-Sieg für Tomas Eriksson
Der Schwede Tomas Eriksson hat in Hannover die erste Weltcup-Qualifikation, präsentiert von Paul Schockemöhle Logistics, der gerade angelaufenen Saison des Vierspänner-Wettbewebs gewonnen und staunte selbst. „ich war fehlerfrei schon im ersten Umlauf, das habe ich auch nicht so oft,“ witzelte der Weltmeister des Jahres 2000, der als „Schumi“ der Vierspänner-Szene bekannt ist. Eriksson sicherte sich damit die ersten Weltcup-Punkte vor den beiden Ungarn Zoltan Lazar und Josef Dobrovitz. Dobrovitz hatte in der Einlaufprüfung am Samstagabend vor 5000 Zuschauern brilliert und kam am besten mit den neuen Hinderniselementen in Leichtbauweise zurecht. Die gab Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf einiges Kopfzerbrechen auf, denn die Elemente purzelten bereits bei leichter Berührung. Prompt baute der „Herr der Hindernisse“ die FEI Weltcup-Prüfung offener und wurde mit exzellenten, technisch anspruchsvollen Runden bestätigt. Die Fahrer, unter ihnen Niedersachsens Fahrsportikone Christoph Sandmann aus Laehden, freuten sich über die Ankündigung des Sponsors weiter zu machen. Ernst Nordlohne und Gerd Pille aus der Geschäftsleitung des Unternehmens kündigten bereits an, den FEI Weltcup der Vierspänner in Hannover auch künftig zu unterstützen. „Wir wollen genauso schnell und präzise sein, wie die Fahrer – der Wettbewerb passt zum Unternehmen,“ so Nordlohne und Pille.

Das Publikum verwöhnte die sechs Fahrer üppig mit Applaus. Ein Umstand, der speziell den drei ungarischen Fahrern riesige Freude bereitete. „Tolle Atmosphäre hier,“ so Zoltan Lazar, Zweiter der Weltcup-Prüfung. Generell lobte das Sextett die Rahmenbedingungen für den Sport in der Messehalle 9 – reibungslose Organisation, durchdachte Abläufe und genug Platz für Fahrer und Pferde. Insgesamt besuchten 35.200 Besucher an vier Turniertagen die GERMAN CLASSICS.

Ergebnisse
TUI Grand Prix, Springen Kl. S mit zwei Umläufen: 1. Gerco Schröder (Niederlande) mit Eurocommerce Lanapoule, 0/35.53, 2. Christina Liebherr (Schweiz) mit L.B. No Mercy, 0/36.26, 3. Otto Becker (Albersloh) mit Dobels`s Cordina, 0/38.26, 4. Malin Baryard-Johnsson (Schweden) mit H&M Royal Son-Z, 0/39.32, 5. Markus Beerbaum (Thedinghausen) mit Constantin, 4/36.87, 6. Luciana Diniz (Brasilien) mit Dover, 4/37.59.

FEI Weltcup-Qualifikation präsentiert von Paul Schockemöhle Logistics, Kombiniertes Hindernisfahren in 2 Umläufen: 1. Tomas Eriksson (Schweden) mit Flanör, Ratchi-Röslev, Filur, Dennis, 0/ 249.67, 2. Zoltan Lazar (Ungarn) mit Mistral, Motto, Gulliver, Pluto, 0/264.71, 3. Joszef Dobrovitz (Ungarn) mit Senior, Excalibur-Rigo, Cinkos, Conversano-Intezo, 0/269.77.

Sprehe Feinkost Youngster Tour, Springen Kl. S mit Stechen: 1. Lutz Gripshöver (Werne) mit Pontifee, 0/26.90 Sekunden, 2. Mylene Diederichsmeier (Steinhagen) mit Atout G, 0/27.21, 3. Markus Renzel (Oer-Erckenschwick) mit Ronaldo S, 0/28.53, 4. Tina Lund (Dänemark) mit Via Volo, 0/29.10, 5. Marcus Ehning (Borken) mit Casandra, 4/27.60, 6. Mrkus Fuchs (Schweiz) mit Narcossa Z, 4/33.14.

Grand Prix Kür, Detallabor Kröly-Preis: 1. Isabell Werth (Rheinberg) mit Apache, 81.81 Prozent, 2. Carola Koppelmann (Warendorf) mit Le Bo, 77.66, 3. Isabel von Wendorff (Hamburg) mit Legacy I, 75.28, 4. Marion Henkel (Wedemark) mit Prinz Paul, 72.55, 5. Miriam Henschke (Bielefeld) mit Kreol, 71.73, 6. Katrin Bettenworth (Spenge) mit Dujardin, 70.43.

Pressemitteilung vom 23. Oktober 2005

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