Mit dem sechsten Sinn den TUI Grand Prix gewonnen

(Hannover) – Der Sieger kommt aus Österreich und sein Pferd heißt The Sixth Sense – Thomas Frühmann hat in Hannover den mit 100.000 Euro dotierten TUI Grand Prix und damit die vierte Etappe der RIDERS TOUR gewonnen. Der 54 Jahre alte dreimalige Derbysieger und ehemalige Weltcupsieger hat mit dem vierbeinigen sechsten Sinn ein absolutes Ausnahmepferd unter dem Sattel und weiß das auch. Der zehn Jahre alte Zorro-Sohn, von dem sein Reiter sagt, man könne auf dem Weg zum Abreiteplatz schon fünfmal runterfallen, so hibbelig und guckig sei der Modell-Athlet, zeigte seine typische Klasse im Parcours mit einer fehlerlosen Runde in 33,70 Sekunden. Einen Wimpernschlag dahinter kamen Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und ihr flinker Hannoveraner Checkmate in 33,85 Sekunden ins Ziel. Dritter wurde Markus Fuchs aus der Schweiz auf der elf Jahre alten niederländischen Stute Nirmette. Damit versammelte sich ein echtes Weltklassefeld in der Spitze der vierten RIDERS TOUR-Wertungsprüfung, denn Michaels-Beerbaum ist die Titelverteidigerin der TOUR, Frühmann und Fuchs sind die beiden Rankingsspitzenreiter der in der Einzelwertung mit 510.000 Euro dotierten Serie.

Auch der vierte Platz ging an eine Weltklasse-Kombination: Marcus Ehning (Borken), die Nummer eins der Weltrangliste Springen und sein Weltcup-Siegerpferd Sandro Boy unterstrichen ihren Anspruch im Endspurt der RIDERS TOUR schon noch ein Wort mitreden zu wollen und als derzeit bester Deutscher in der RIDERS TOUR wahrte Heinrich-Hermann Engemann als Dritter im RIDERS TOUR Ranking seine Chancen, in München noch alles zu gewinnen.

Den Anspruch ein absolutes Pferdeland zu sein untermauerte das niedersächsische Publikum. Mit sage und schreibe 39.000 Zuschauern an drei-einhalb Turniertagen setzten die GERMAN CLASSICS in der Messehalle 2 eine neue Bestmarke in Sachen Akzeptanz. Schon am Freitagnachmittag war die Halle ausverkauft – Tausende bereiteten den Aktiven ein rauschendes Reitsportspektakel.

Weltcup-Qualifikation lässt Tribüne beben – Freund sagt „Tschüss“

Dass Fahrsport in Hannover spitzenmäßig ankommt, weiß Turnierchef Paul Schockemöhle spätestens seit den ersten GERMAN CLASSICS in Hannover. Zum insgesamt dritten Mal war die Messestadt auch Standort einer Weltcup-Qualifikation – die Saison 2006/ 2007 wurde erneut in Hannover eröffnet. Tomas Eriksson aus Schweden, zweimaliger Weltmeister der Vierspännerfahrer und Schwedens Formel 1-Mann an den Leinen, sicherte sich die ersten Punkte in der bedeutendsten Hallenserie des Fahrsports, gleich dahinter sorgte Niedersachsens Nummer eins, der Mannschafts-Weltmeister Christoph Sandmann aus Lähden für eine gute Basis in der Hallensaison. Sein langjähriger Team-Kollege Michael Freund hingegen sagte „Tschüss“. Freund, der seine Karriere bei der WM in Aachen beendete, ist auf Abschiedstour und wurde mit Standing Ovations gefeiert. Sohn Marco übernahm vom Papa die Leinen und lenkte den Viererzug auf der Ehrenrunde für den Mann, der schon mit dem Schauwettkampf 2001 in Hannover für Furore sorgte und damit eine Grundlage für die späteren Weltcup-Qualifikationen legte. Die wird nun von Paul Schockemöhle Logistics präsentiert, weil sich Bettina Schockemöhle und die Geschäftsführer völlig einig waren, dass genau dieser Wettbewerb hervorragend zu einer Spedition passt.

Noch vor Springreitern und Fahrern begeisterte Doppel-Weltmeisterin Isabell Werth aus Rheinberg mit dem Oldenburger Apache das Publikum im Dentallabor Kröly-Preis, der Grand Prix Kür. Die souveräne Vorstellung war der zweite Streich binnen acht Tagen, denn Werth gewann mit Apache bereits die Kür in Affalterbach. Zweiter war der Berufsreiter Johannes Augustin aus Menslage mit Norblin vor Werth-Trainer Wolfram Wittig (Rahden) auf dem Hengst Breitling W.

Der Schlusstag der sechsten GERMAN CLASSICS war überdies der Tag der Finals, denn dort wo er begonnen hatte, fand der JPMorgan Asset Management – Preis der Zukunft auch seinen Saison-Höhepunkt – mit dem Sieg der jungen Amazone Anna-Maria Jakobs aus Diemelstadt. Mit dem Hengst Georgenhof`s Lausejunge gewann die junge Springreiterin vor der Deutschen Meisterin Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld die Serie für junge Springsporttalente bis 25 Jahre.

Eine Talentschau unter dem Sattel ist die Sprehe Feinkost Youngster Tour, die vom 30. November bis zum 3. Dezember ihr Finale feiert. Das dänische Duo Tina Lund mit Chiquitta gewann die Station in Hannover, gfleich dahinter reihe sich Christian Ahlmann mit dem Hengst Cassus ein.


Pressemitteilung vom 29. Oktober 2006

Pressekontakt: Comtainment GmbH, Andreas Kerstan & Martina Brüske, Rönner Weg 29,
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